Entwickelt für aktuelle Workflows zeichnet sich dieses USB-C Audio-Interface durch einen "kompletten Studio"-Ansatz aus: Es kombiniert zahlreiche Mikrofon-/Line-Eingänge, eine DSP-Verarbeitung pro Kanal und vor allem eine Ausgangsarchitektur, die für Mehrkanal-Konfigurationen ausgelegt ist. Wo viele Interfaces nur Stereo- oder leichtes Surround-Monitoring bieten, macht die Atmos 9.1.6 Ausrichtung und die Monitor-Controller-Funktionen dieses Gerät zum natürlichen Werkzeug für Postproduktions-Regien, Bildkompositionsstudios und immersive Mixing-Räume.
Dieses Interface richtet sich an Toningenieure und Produzenten, die Aufnahme, Verarbeitung während der Aufnahme und Monitoring-Management in einem Gerät zentralisieren möchten. Die 8 Mikrofon-/Line-Eingänge eignen sich perfekt für die Aufnahme von Stimmen, Nahmikrofonierung von Schlagzeug, Gitarren (Mikrofone und DI je nach Signalweg), kleinen Ensembles oder auch für die Stem-Erstellung im Studio.
Im Monitoring-Bereich erlauben die 16 Line-Ausgänge die Versorgung eines kompletten immersiven Lautsprechersystems, während eine Kalibrierungs- und Recall-Logik erhalten bleibt. Die 2 unabhängigen Kopfhörerausgänge erleichtern Sessions zu zweit (Produzent + Interpret oder zwei Musiker) mit separaten Abhörwegen, ohne Latenz dank Direct Monitoring.
Mit einer Verstärkung von bis zu 75 dB sind die Vorverstärker auch bei niedrigen Pegeln (leise Stimme, Abstandsmikrofonierung, wenig empfindliche dynamische Mikrofone) komfortabel einsetzbar. Ziel ist es, ausreichend Headroom zu bewahren und das "Übersteuern" des Gains zu vermeiden, um Signalverschlechterungen zu verhindern. Die angegebenen Werte für äquivalentes Eingangrauschen über 127 dB sprechen für eine saubere Aufnahme, geeignet für kritische Takes.
Jeder Eingang verfügt über einen DSP-Mischpultkanal mit Highpass, 3-Band-EQ und Kompressor. So lässt sich eine Stimme bereits bei der Aufnahme formen (Bassbereinigung, Präsenzanhebung, Spitzenkontrolle), ein Bass stabilisieren oder ein dynamischer Take absichern, während der Workflow flüssig bleibt. Praktisch können Künstler so inspirierenderes Monitoring erhalten, bei gleichzeitig sauberer und reproduzierbarer Produktionslogik.
Für das Mixing integriert die DSP-Kalibrierungssektion EQ, Delay und Bass-Management. Ziel ist es, die Lautsprecher zeitlich auszurichten, das spektrale Gleichgewicht zu optimieren und die Übersetzung zwischen Systemen zu kontrollieren - entscheidend bei Mehrkanal- und immersiven Setups. Die Software Control 2 ergänzt diesen Bereich: Bis zu 8 Monitor-Konfigurationen können gespeichert werden, um verschiedene Kalibrierungen (Hörpositionen, Lautsprecher-Sets, Pegel- oder Routing-Variationen) schnell abzurufen.
Direct Monitoring erleichtert latenzfreies Aufnehmen, besonders geschätzt bei Stimme und rhythmischen Instrumenten. Die 2 unabhängigen Zero-Ohm-Kopfhörerausgänge sind darauf ausgelegt, eine stabile Wiedergabe mit einer großen Vielfalt an Kopfhörern zu gewährleisten und zwei separate Kopfhörermixe zu ermöglichen. Die Line-Ausgänge sind zwischen +4 dBu und -10 dBV schaltbar, was die Integration sowohl in professionelle Studiohardware als auch in einige Consumer-Geräte vereinfacht.