Geboren aus der DNA der SL 4000 Konsolen, die den Pop und Rock der 1980er Jahre prägten, vereint die SSL Revival 4000 die Schlüsselschaltungen der B- und E-Versionen in einem modernen Format. Sie liefert die Farbe, den Anschlag und die Musikalität, die den Ruf der SSL-Kanäle ausmachten, und bietet gleichzeitig eine zeitgemäße Integration im Studio.
Ideal für Aufnahme und hybrides Mixing, glänzt diese Einheit bei Vocals (Zischlautkontrolle, Präsenz), Drums (prägnantes Gate, schnelle Anschläge), Gitarren und Synthesizern (musikalischer EQ, kontrollierte Kompression). Ingenieure, die eine vollständige und kohärente analoge Signalkette suchen, finden hier einen Referenzkanal, der sowohl bei Direktaufnahme als auch beim Reamping oder Stem-Processing überzeugt.
Der Vorverstärker basiert auf einem symmetrischen Jensen JT-115K-E, identisch mit dem Bauteil der damaligen E-Kanäle. Er liefert harmonische Dichte und Klarheit, mit 48-V-Phantomspeisung, Phasenumkehr, Pad und dediziertem Line-Eingang.
Abgeleitet vom Kompressor/Limiter der 4000 B bietet der De-Esser ein Verhältnis von 10:1 und einen Sidechain-Filter bei 7 kHz. Die breitbandige Kompression, ausgelöst durch Zischlaute, bleibt natürlich und effektiv bei Vocals, Becken und aggressiven Quellen, mit einer Signatur, die an den berühmten SSL-Bus-Kompressor erinnert.
Die Kompressor/Gate-Sektion verwendet den RMS Sidechain-Detektor und eine vollständig diskrete Gain-Reduktionsstufe, basierend auf dem originalen Class-A VCA-Chip. Spezielle Schalter ermöglichen das Umgehen der Soft-Knee-Kurve, Aktivieren eines schnellen Attack und die Wahl zwischen logarithmischem oder linearem Release.
Der EQ bietet wahlweise die " Brown Knob (02) " Kurve mit zwei symmetrisch ausgelegten parametrischen Mittenbändern und schaltbaren 6 dB/Oktave Shelves für Bässe/Höhen, die in Glocken mit festem Q umgeschaltet werden können, oder die " Black Knob (242) " Kurve (für AIR 1983 entwickelt) mit erweitertem Boost/Cut-Bereich (+/-18 dB) und steilerem Hochpassfilter mit 18 dB/Oktave.
Ein symmetrischer Insert erleichtert die Integration externer Effekte. Es gibt einen dedizierten Sidechain (Key)-Eingang, flexible Reihenfolge der Sektionen und eine Sidechain-Verbindung zum Koppeln zweier Einheiten im Stereo-Betrieb sowie umschaltbare Ein- und Ausgangsmessung und Ausgangspegelregelung.