Die Aurelius folgt der Tradition großer "Ensemble"-Chorus-Pedale und beruft sich direkt auf den CE-1 Chorus Ensemble der 70er Jahre. Während Vintage-Modelle auf eine analoge Herangehensweise und ein imposantes Format setzten, verdichtet EarthQuaker Devices die Idee in einem kompakten Pedal mit einer ausgefeilten digitalen Umsetzung, um die Fülle, Weite und Musikalität klassischer Modulationen zu bewahren und gleichzeitig moderne Anforderungen zu erfüllen: Presets, Expression-Control und ultraweiches Switching.
Wenn Sie ein Chorus-Pedal suchen, das von einem dezenten "80s-clean" Verdicken bis zu abenteuerlicheren Texturen alles abdeckt, trifft die Aurelius genau ins Schwarze. Sie eignet sich sowohl für Einsteiger (einfache und sofort befriedigende Einstellungen) als auch für fortgeschrittene Musiker, die mehrere Sounds speichern und per Fußschalter abrufen möchten.
Die drei Stimmen machen sie vielseitig einsetzbar in Indie, Pop, Rock, Post-Rock, Shoegaze sowie für Vintage-Farben (Vibrato) oder Leslie-artige Rotary-Animationen. Im Studio wird sie meist nach Overdrives platziert, um eine klare Modulation zu gewährleisten, und live wird sie dank Presets und Expression-Control zum "Szenewechsel"-Werkzeug.
Die Aurelius ist um drei Hauptpotentiometer aufgebaut: Width (Modulationstiefe/-amplitude), Rate (Geschwindigkeit) und Balance (Mischverhältnis). Dieses Trio reicht aus, um einen feinen Chorus, ein deutliches Vibrato oder eine breitere Modulation zu formen und bleibt dabei schnell auf der Bühne justierbar.
Der Moduswahlschalter bietet Zugriff auf 3 Modi : V (Chorus/Vibrato), C (Chorus/Flanger) und R (Rotary Chorus). Bis zu 6 Presets können gespeichert und über den "Save/Recall"-Schalter abgerufen werden. Zwei Nutzungsmodi stehen zur Verfügung: "Live " (Pedal folgt den Potistellungen) und "Preset " (gespeicherte Einstellungen überwiegen), erkennbar an der Farbe des Save/Recall-Knopfs.
Ein Pluspunkt für expressive Pedalboards: Der EXP -Eingang akzeptiert ein TRS-Expression-Pedal und ermöglicht die Steuerung von Width, Rate oder Balance per Fuß (Zuweisung speicherbar pro Preset). Der EXP-Eingang kann auch eine Spannungssteuerung (CV) im Bereich 0 bis 3,3 V annehmen, praktisch für kreativere Setups.
Die Aurelius liefert einen dichten und texturierten Chorus mit einer "organischen" Anmutung, die an Klassiker erinnert, dabei aber moderne Definition bewahrt. Der V -Modus reicht von einem dezenten Chorus bis zu einem ausgeprägteren Pitch-Vibrato (bei höherem Balance-Wert), ideal für wellige Arpeggios oder Leads mit "wobbligem" Charakter. Der C -Modus bietet eine hybride Signatur zwischen Chorus und Flanger, perfekt um Rhythmen Bewegung zu verleihen ohne ins Karikaturhafte abzurutschen.
Der Rotary -Modus simuliert die Animation rotierender Lautsprecher im Leslie-Stil: Es entsteht ein Eindruck von Rotation, Atem und Bewegung, besonders wirkungsvoll bei Clean-Sounds, leichtem Crunch oder Pads mit Delay und Reverb. Auf der Bühne wurden Künstler wie John Flansburgh (They Might Be Giants), Kevin Starrs (Uncle Acid and The Deadbeats) und Lucia de la Garza (The Linda Lindas) mit der Aurelius auf ihrem Pedalboard gesichtet - ein Beleg für ihre Vielseitigkeit in unterschiedlichen Kontexten.