Die WA38 ist Teil der Wylde Audio Welt und erfüllt ein sehr konkretes Bedürfnis: den Impact eines massiven verzerrten Sounds zu bewahren und gleichzeitig eine weitreichende, musikalische und klar hörbare Bewegung hinzuzufügen. Wo manche Chorus-Pedale bei höherem Gain zu hell oder zu "pedalartig" klingen, zielt diese analoge Schaltung auf eine dichtere und natürlichere Modulation ab, inspiriert von Vintage-Chorus-Texturen, mit einer Ansprache, die sowohl bei kristallklaren Clean-Sounds als auch bei sehr dichten Verzerrungen angenehm bleibt.
Dieses Pedal richtet sich an Gitarristen, die einen ausdrucksstarken Chorus wollen, ohne die Attack-Festigkeit zu verlieren. Es eignet sich sowohl für fortgeschrittene Anfänger als auch für erfahrene Musiker, dank feinfühliger Einstellungen, um schnell den Sweet Spot zu finden und den Klang je nach Gitarre und Verstärker zu formen.
Stilistisch glänzt es in Rock, Hard Rock und Metal (um Riffs zu verbreitern, Leads zu verdicken oder Rhythmen mehr Dimension zu verleihen), bleibt aber auch im Blues und Pop sehr relevant, sobald ein "flüssiger" und weiter Clean-Sound gesucht wird. Im Studio hilft der doppelte Wet/Dry-Ausgang, eine breite und klare Stereoabbildung zu erzeugen; live verwandelt er ein einfaches Pedalboard in ein umhüllenderes Rig, besonders mit zwei Verstärkern.
Im Herzen der WA38 sorgt die Bucket-Brigade-Schaltung für den typisch "organischen" analogen Charakter, mit einer Modulation, die sich natürlich in den Sound einfügt, statt künstlich darüberzulegen. Das eigentliche Highlight dieser Wylde Audio Version ist die Möglichkeit, den modulierten Frequenzbereich über einen Tiefpass und einen Hochpass anzupassen: praktisch, um einen zu unscharfen Bassbereich bei kraftvollen Humbuckern zu vermeiden oder umgekehrt, um einen zu präsenten Höhenbereich je nach Verstärker zu zähmen.
Das Pedal bietet zwei 6,35mm Klinkenausgänge für anspruchsvollere Setups. Der "MONO" (Wet)-Ausgang sendet das modulierte Signal, während der "THRU" (Dry)-Ausgang das unmodulierte Signal durchschleift. Diese Wet/Dry-Aufteilung verstärkt das Gefühl von Weite und Klarheit: Das Dry-Signal bewahrt Attack und Definition, während das Wet-Signal Bewegung und Fülle hinzufügt.
Die WA38 liefert einen fleischigen, vintage geprägten Chorus mit einer sehr schmeichelhaften Tiefenwirkung auf Akkorden und einer "flüssigen" Textur auf Arpeggien. Ihre Stärke liegt in der Dynamikverarbeitung: Sie respektiert das Spiel der rechten Hand und bewahrt eine natürliche Ansprache, besonders geschätzt beim Wechsel zwischen leichtem Picking und kräftigeren Anschlägen.
Bei Verzerrungen zielt sie auf eine eher "weite" als "funkelnde" Modulation ab: ideal, um den Sound zu verdicken, ohne die Höhen aggressiv zu machen. Durch die Nutzung der Hoch-/Tiefpassfilter kann man von einem dezenten, mixfertigen Chorus bis zu einem deutlich ausgeprägten Effekt variieren, perfekt für schwebende Passagen oder um einen Doubling-Eindruck zu erzeugen.