Das Wesentliche zur Behringer Ring Stinger Pedal
- Zwei Effekte in einem: Ringmodulator + Distortion-Fuzz-Sättigung für radikale und musikalische Texturen.
- Integrierter VCO mit 4 Wellenformen (Sinus, Dreieck, Sägezahn, Rechteck) und Carrier-Eingang zum Einspeisen eines externen Trägersignals.
- Echtzeitsteuerung via CV und Expression-Pedal (LFO-Tiefe, VCO-Tonhöhe) zur Umwandlung Ihres Spiels in eine Klangperformance.
- Blend zum Dosieren des direkten Signals und des Effekts, von subtiler Vibration bis zu extremen "Sci-Fi"-Klangfarben.
Ein "kultiger" Geist: Die Ring Stinger zwischen Vintage-Ringmod und experimentellem Fuzz
Die Behringer Ring Stinger reiht sich in die Tradition des in den 90er Jahren populären "Ring Stinger"-Pedals ein: ein eigenständiges Konzept, das über den klassischen Modulationseffekt hinausgeht. Hier fügt der Ringmod nicht nur Bewegung hinzu, sondern erzeugt inharmonische, metallische und perkussive Obertöne - wie ein Instrument im Instrument. Kombiniert man das mit einer Distortion-Fuzz-Sättigung, erhält man ein Pedal, das für charakterstarke Sounds, kantige Riffs oder experimentelle Klangflächen, die aus dem Mix herausstechen, geschaffen ist.
Für wen ist die Ring Stinger gedacht? Von Gitarristen bis zu Keyboardern, für Studio und Bühne
Die Ring Stinger richtet sich an Musiker, die
einen originellen Sound formen wollen, statt nur ein Signal "aufzuhübschen". Gitarristen finden hier ein riesiges Spielfeld für Alternative Rock, Noise, Industrial, Stoner, Filmmusik und Ambient. Bassisten können sie nutzen, um synthetische Anschläge, aggressive Dröhner oder "Bass-Synth"-artige Texturen mit guter Durchhörbarkeit dank Blend zu erzeugen. Geiger, Harfenisten und Keyboarder profitieren von der harmonischen Fülle des Ringmods, der besonders effektiv bei bereits obertonreichen Quellen ist. Live ist es ein Pedal für Höhepunkte; im Studio eine Ideenschmiede zum Doppeln von Takes, Erzeugen rhythmischer Muster oder Kreieren eines Signature-Sounds.
Bedienelemente, Modulation und Anschlussmöglichkeiten: Ein echtes Klanglabor im Pedalformat
Im Herzen der Ring Stinger befindet sich ein
spannungsgesteuerter Oszillator (VCO), dessen Frequenz über
VCO Freq eingestellt wird. Der VCO bietet vier Wellenformen (Sinus, Dreieck, Sägezahn, Rechteck), um zwischen einer runderen, musikalischeren Modulation oder einer schärferen, abrasiveren zu wählen. Ein
LFO animiert das Ganze: Je nach Stellung des Wahlschalters moduliert er die
Pulsbreite oder die
Frequenz bei Dreieck- oder Rechteckwellen, was hypnotische Pulsationen, unregelmäßige Schwankungen oder quasi-sequenzielle Effekte ermöglicht.
Die Sättigungssektion wird mit
Drive (Gain-Menge),
Timbre (frequenzmäßige Balance) und
Blend (Mischung zwischen direktem und bearbeitetem Signal) gesteuert. Für die Integration ins Pedalboard bietet das Pedal
6,35 mm Klinken-Ein- und Ausgänge, einen
Carrier-Eingang zum Hinzufügen eines externen Trägersignals (praktisch mit Synth, einer anderen Gitarre oder Audioquelle) sowie einen
VCO Out-Ausgang, um den Oszillator an anderer Stelle in der Signalkette zu nutzen. Für Musiker, die das Pedal "spielen" möchten, erlauben die Steuer-Eingänge erweiterte Kontrolle mit Expression-Pedal und CV-Signalen.
Der Klang
Die Ring Stinger zeichnet sich durch einen sofort erkennbaren Charakter aus: ein
metallischer, glockiger, manchmal atonaler Ringmod, der einen einfachen Akkord in perkussives Klangmaterial verwandeln kann. Bei moderaten Einstellungen und mit Blend entsteht eine subtile, nervöse Bewegung, fast wie ein "außerirdisches" Tremolo. Wird VCO und LFO aufgedreht, entstehen aggressive Texturen, dissonante Schwebungen und klänge, die an modulare Synthesizer erinnern.
Die Distortion-Fuzz-Sättigung fügt Dichte, Körnung und eine musikalische Kompression hinzu, die den Ringmod im Mix präsent hält. Das Duo
Drive + Timbre ermöglicht den Übergang von einem dicken, rauen Fuzz zu einer schärferen Distortion, während Blend entscheidend ist, um Anschlag und Definition zu bewahren (besonders nützlich bei Bass und verstärkten akustischen Instrumenten). Das Pedal reagiert stark auf die Spiel-Dynamik: Durch Absenken der Instrumentenlautstärke und Dosieren des Drive lässt sich ein nuancierteres Klangspektrum erforschen; bei stärkerem Anschlag wird die Textur härter und deutlich abrasiver.
Technische Daten
Erzeugung und Modulation
- Spannungsgesteuerter Oszillator (VCO) mit 4 Wellenformen: Sinus, Dreieck, Sägezahn, Rechteck
- Frequenzeinstellung: VCO Freq
- LFO moduliert Pulsbreite oder Frequenz bei Dreieck- oder Rechteckwellen (4-Positionen-Schalter)
- LFO-Einstellungen: Depth/Manual und Rate
Sättigungs- und Mischsektion
- Bedienelemente: Drive, Timbre, Blend
Audioanschlüsse (6,35 mm Klinke)
- Eingang IN (Instrument)
- Carrier-Eingang (externes Trägersignal)
- Hauptausgang: Output Mono (unsymmetrisch)
- VCO Out (Oszillatorsignal-Ausgang)
Steueranschlüsse (CV / Expression)
- VCO CV-Eingang (Tonhöhensteuerung des Oszillators): 6,35 mm TRS Klinke, CV-Bereich 0 V bis +5 V
- LFO Depth-Eingang (Expression-Pedal): 6,35 mm TRS Klinke, CV-Bereich 0 V bis +5 V
Audioleistung
- Frequenzgang: 20 Hz bis 20 kHz (+0 / -2 dB)
- Dynamikumfang: über 86 dB
- Signal-Rausch-Abstand: über 76 dB
- Gesamtverstärkung: +15 dB
Format
- Abmessungen (H x B x T): 62,3 x 200,1 x 148,5 mm
- Gewicht: 1087 g
Lieferumfang
Stromverbrauch
- Stromversorgung: 9 VDC (Mitte negativ)
- Benötigter Strom: 400 mA (Netzteil mit mindestens 400 mA empfohlen)
- Leistungsaufnahme: 0,7 W
- Batteriebetrieb: nicht unterstützt