Entwickelt mit Lee Kiernan (IDLES), entstand die Gary aus dem einfachen Wunsch, den Geist des Gray Channel in einem kompakteren, dunkleren und deutlich unberechenbareren Format wiederzufinden. Die Overdrive-Seite übernimmt die DNA des "Green"-Kanals (in der Konfiguration ohne Clipping-Dioden) für eine offene, reiche und sehr dynamische Op-Amp-Sättigung. EarthQuaker Devices ergänzte eine hüllkurvengesteuerte Pulsbreitenmodulations-Fuzz, die darauf ausgelegt ist, mit einem Plektrumwechsel von Masse zu Zerfall zu wechseln.
Die Gary richtet sich an Gitarristen (und Bassisten), die ein expressives, lebendiges Fuzz/Overdrive-Pedal suchen, das aus dem Rahmen fällt. Sie glänzt in Post-Punk, Noise Rock, Grunge, Stoner, Garage, Alternative Rock, ist aber auch im Studio hervorragend geeignet, um Klangteppiche zu schaffen. Auf dem Pedalboard ist sie eine Charakterwaffe: Sie kann als Boost/Overdrive "always-on" genutzt werden, um den Amp anzutreiben, oder die Fuzz aktiviert werden, um einen Vers in einen Refrain mit einem "Amp, der zusammenbricht und zurückkommt"-Effekt zu verwandeln.
Die Gary ist bewusst minimalistisch in den Reglern, aber jeder ist extrem musikalisch. Beim Fuzz regelt "Yes!" die Hüllkurvensensitivität (und damit die Interaktion Anschlag/Pulsbreite), während "Oosh" die Ausgangslautstärke steuert, mit genug Reserven, um die nächste Stufe zu übersteuern. Beim Overdrive stellt "Go" den Gain ein (vom Clean-Boost bis zu dickeren Op-Amp-Distortion) und "That's It" die Lautstärke. Jede Seite hat ihren eigenen Fußschalter mit geräuschlosem Flexi-Switch (kurzer Druck = an/aus, langer Druck = Momentary). Wichtig: Der Signalweg ist so gestaltet, dass die beiden Sektionen in der Reihenfolge Fuzz zu Overdrive gestapelt werden, um die Fuzz im Mix einzubetten und "zusammenzukleben", wenn die linke Seite aktiviert wird.
Beim Fuzz handelt es sich um eine dicke, dichte Rechteckwelle mit großzügigem Sustain, die sehr "gegate" werden kann und sofort verstummt, wenn die Saiten gestoppt werden. Mit zunehmendem "Yes!" atmet das Pedal mit der rechten Hand: Je stärker der Anschlag, desto enger und bissiger wird der Klang, mit nasaler Körnung, Schraffuren und sehr musikalischen Instabilitäten. Der Overdrive klingt natürlicher und organischer: dynamisch, voll, mit diesem klaren Op-Amp-Charakter, der als klarer Boost, nervöser Crunch oder breitere Sättigung für Riffs dient. Entwickelt mit Lee Kiernan (IDLES), ist die Gary klar auf moderne, aggressive und expressive Texturen ausgerichtet, ohne das "Amp"-Gefühl unter den Fingern zu verlieren.