Diese Methode richtet sich an Schlagzeuger, die ihren Groove-Ansatz im linearen Spiel bereichern möchten, indem sie sich nicht auf das Erlernen starrer "Beats" konzentrieren, sondern auf den Aufbau eines echten "Time Feels". Der Autor unterscheidet klar zwischen dem Beat, verstanden als ein mit wenigen Variationen wiederholtes Ereignismuster, und dem Time Feel, gedacht als eine umfassendere Zeitbehauptung, die sich im Verlauf des Stücks entwickeln und verändern kann. In einem realen Spielszenario verlangen arrangierte Elemente (Thema, Riffs, Begleitfiguren) oft stabilere Muster; hingegen wird es in improvisierten Abschnitten wesentlich, über ein flexibles, reaktives und an das Spiel des Solisten anpassbares rhythmisches Vokabular zu verfügen.
Der Kern des Ansatzes basiert auf der Idee von "Thema und Variationen": Ein Grundmotiv dient dazu, das Gefühl zu etablieren, dann färben Modifikationen es ein, beleben es und lassen es sich entwickeln, ohne die Pulsation zu zerstören. Um diese Fähigkeiten zu verankern, ist der Inhalt in zwei große Abschnitte gegliedert. Der erste umfasst grundlegende Übungen zur Entwicklung der technischen Voraussetzungen des linearen Spiels: Koordination der Stimmen, Akzentkontrolle, dynamisches Gleichgewicht und Ausführungspräzision. Der zweite bietet ein breites Spektrum an Ideen und Beispielen, um verschiedene Time Feels zu erarbeiten, in 4/4, Shuffle, mit "auf dem Set" empfundenen Grooves sowie in ungeraden Taktarten. Das Ziel ist nicht nur, die Beispiele zu reproduzieren, sondern ihre Logik zu verstehen, um eigene lineare Grooves zu schaffen, die musikalisch glaubwürdig und sowohl am Metronom als auch in der Gruppensituation solide sind. Die CD ermöglicht das Hören von Beispielen aus jedem Abschnitt, ideal zur Überprüfung der Intention, der Pulsation und des Platzierungsgefühls.