Der Mäag Audio EQ2 setzt die Tradition des berühmten EQ4 fort: dieselbe Qualitätsanforderung an die Bauteile und die klangliche Signatur, bekannt für Klarheit und Präsenz im oberen Frequenzbereich. Während der EQ4 eine umfangreichere Equalizer-Struktur mit mehreren Bändern bietet, konzentriert sich der EQ2 auf das Wesentliche mit einer monokanalen 2-Band-Architektur, die auf schnelle Bedienung ausgelegt ist, ohne Kompromisse bei der Klangqualität. Sein 500-Format macht ihn besonders geeignet, um eine hochwertige Aufnahme-Kette zu bilden oder mehrere Kanäle in einem Rack zu vervielfachen, wobei dank der Rasterung der Potentiometer eine "recall-freundliche" Bedienung gewährleistet ist.
Beim Tracking wird der EQ2 zum natürlichen Verbündeten von Vorverstärkern: der INPUT ATTN ermöglicht es, eine zu starke Eingangsstufe zu zähmen, Headroom vor der Wandlung zurückzugewinnen oder eine Übersteuerung des Übertragers bei einem Mikrofonvorverstärker zu korrigieren. Ist der Pegel kontrolliert, bieten AIR BAND und LMF eine schnelle, gut verständliche Equalisierung, die hilft, eine Stimme zu platzieren, einer akustischen Aufnahme Attack zu verleihen oder eine Gitarrenaufnahme zu öffnen, ohne sie aggressiv klingen zu lassen.
Beim Mischen und auf dem Stereo-Bus ist das LMF besonders nützlich, um Dichte und Wärme zu dosieren: seine breite oder schmale Glockenfilter-Kurve ermöglicht es, den unteren Mittenbereich anzudicken oder im Gegenteil einen Mix zu entwirren, ohne an Substanz zu verlieren. Das AIR BAND ergänzt das Ganze, indem es das oft gewünschte Gefühl von "Luft" und Tiefe bei Stimmen, Overheads, Streichern, Synthesizern oder dem finalen Mix hinzufügt.
Das AIR BAND ist Teil der Mäag-DNA: Es ist darauf ausgelegt, den oberen Frequenzbereich mit einem Gefühl von Detail und Relief zu öffnen, ohne die Höhen aggressiv werden zu lassen. Beim EQ2 verfügt das AIR BAND zusätzlich über einen zusätzlichen Frequenzwahlschalter mit Schwerpunkt auf 15 kHz, besonders präzise, um die Brillanz einer Stimme, die Feinheit eines Reverbs oder das "Licht" eines Busses einzustellen, ohne die Präsenz zu überladen.
Das LMF (Low Mid Frequency) deckt einen weiten Bereich von Subbass bis 1,4 kHz ab. Hier werden die meisten Mix-Entscheidungen getroffen: Körper, Wärme, Nähe, aber auch Matsch und Maskierung. Dank der Wahl zwischen breiter oder schmaler Glockenfilter-Kurve kann man entweder sanft modellieren, um Rundung zu geben, oder stärker eingreifen, um eine Spurenschichtung zu säubern.
Der INPUT ATTN (Eingangsdämpfer) macht in der Praxis einen echten Unterschied: Anstatt einen zu hohen Pegel am Eingang hinzunehmen, passt man das Signal vor der Equalisierung an, mit einer Dämpfung von bis zu -12,5 dB. In Kombination mit großzügigem Headroom erleichtert dies moderne Aufnahme-Ketten, bei denen ein kontrolliertes analoges Verhalten gewünscht wird, während unerwünschte Übersteuerungen vermieden werden.
Schließlich setzt der EQ2 auf ein Design mit minimaler Phasenverschiebung und gerasterten Potentiometern für sofort reproduzierbare Einstellungen - eine wertvolle Eigenschaft, sobald es darum geht, Sessions zurückzurufen, Takes zu doppeln oder Bearbeitungen zwischen mehreren Titeln auszugleichen.