Das Austrian Audio OC18, entwickelt und gefertigt in Wien, steht in einer Tradition, bei der die Großmembrankapsel im Zentrum des Klangcharakters steht. Die handgefertigte keramische CKR12-Kapsel zielt auf hohe mechanische und thermische Stabilität ab, mit dem klaren Ziel, ein konstantes Verhalten über Sessions und von Mikrofon zu Mikrofon zu gewährleisten. Dieser Ansatz führt zu einer Aufnahme, die im Mix vorhersehbar bleibt und gleichzeitig die erwartete Feinheit bei Stimmnuancen, Instrumentenanschlägen und Raumklang bietet.
Innerhalb der Produktlinie legt das OC18 den Fokus auf Vielseitigkeit "im Feld": Es wechselt dank seiner Richtcharakteristiken und integrierten Steuerungsmöglichkeiten (Pads und Filter) flexibel zwischen verschiedenen Konfigurationen, was es zu einer sinnvollen Wahl macht, wenn man Gesangs-, akustische Instrumenten- und kraftvollere Aufnahmen ohne Mikrofonwechsel hintereinander aufnehmen muss.
Das OC18 richtet sich an Toningenieure, anspruchsvolle Heimstudio-Betreiber, Content Creator und Studios, die ein Großmembran-Studiomikrofon suchen, das viele Szenarien mit nur einem Gerät abdeckt. Bei einer Lead-Stimme hilft es, eine klare Präsenz und deutliche Artikulation zu erzielen, während dank der Hochpassfilter der Bass kontrolliert bleibt. Beim Dubbing und Podcasting ermöglichen die angepasste Richtcharakteristik und die Nähe-Einstellung eine Stabilisierung des Timbres, eine verbesserte Verständlichkeit und eine Begrenzung der Raumfärbung.
Bei Instrumenten zeigt es seine Stärken bei Gitarren (akustisch oder Verstärker, je nach Pad-Einstellung), Klavier, Overheads, Percussion und Ensembles: Die Aufnahme bleibt präzise, mit einem nutzbaren Klangbild und einem Nebenachsenverhalten, das je nach Raumakustik optimiert werden kann. Im Live- oder Broadcast-Bereich erleichtern die schnellen Einstellungen (Pads, Filter, Richtcharakteristik) die Anpassung an die Bühnenbedingungen.
Über die einfache Wahl von Omni, Niere, Superniere oder Acht hinaus bietet das OC18 eine feinere Einstellungsmöglichkeit über das Plug-in "PolarDesigner". Der Nutzen ist konkret: Die Off-Axis-Antwort lässt sich anpassen, um Übersprechen zu reduzieren, eine Quelle in einer Ensembleaufnahme besser zu isolieren oder das Verhältnis von Direkt- zu Raumanteil zu optimieren, ohne das Mikrofon ständig neu positionieren zu müssen. Das ist ein Vorteil bei schnellen Sessions, unbehandelten Räumen oder Multi-Instrument-Konfigurationen, bei denen jeder Dezibel Trennung zählt.
Mit einem maximalen SPL von 148 dB und bis zu 158 dB SPL bei aktiviertem Pad bietet das OC18 ausreichend Headroom vor Übersteuerung, selbst bei sehr energetischen Quellen. Die Pads von -10 dB und -20 dB ermöglichen eine Pegelanpassung vorab, was hilft, Klarheit zu bewahren, Verzerrungen zu begrenzen und einen komfortableren Gain am Vorverstärker zu erhalten - besonders nützlich bei Snare, nahen Blechbläsern oder lauten Gitarrenverstärkern.
Die Hochpassfilter bei 40 Hz, 80 Hz und 160 Hz bieten eine pragmatische Lösung für häufige Probleme: Vibrationen, Handhabungsgeräusche, Bühnenbrummen oder Bassüberschuss durch Nahbesprechung. In der Praxis wählt man die Frequenz je nach Quelle und Abstand, um störende Anteile im Mix zu entfernen und gleichzeitig eine warme Basis und einen nutzbaren unteren Mitteltonbereich zu erhalten.
Schließlich sorgen die 48-V-Phantomspeisung und der symmetrische Ausgang für eine stabile Signalkette, mit einem robusten Signal für Aufnahme und Übertragung.