Komplette software
Dieses Plug-in-Duo ist darauf ausgelegt, die wichtigsten Aspekte einer professionellen Signalverarbeitungskette abzudecken, von der Dynamiksteuerung bis zur finalen klanglichen Veredelung. Der SSL Native X-ValveComp wird auf Einzelspuren (Vocals, Snare, Bass, Gitarren) eingesetzt, um Transienten zu kontrollieren, Pegel zu stabilisieren und eine "Konsolen"-Signatur mit der Möglichkeit einer valve-ähnlichen Färbung zu verleihen. Der Harrison Mastering EQ wird idealerweise auf dem Masterbus oder Subgruppen (Drums Bus, Mix Bus, Stems) verwendet, um das spektrale Gleichgewicht mit einem mastering-orientierten Ansatz zu formen: breite, musikalische Bewegungen, die unerwünschte Kurvenunregelmäßigkeiten vermeiden, die das Hören ermüden.
Der X-ValveComp greift den Geist eines SSL Kanal-Kompressors auf, mit einer dynamischen Reaktion und einem typischen Konsolen-Charakter, ergänzt durch digitale Vorteile. Sein Highlight ist der Valve-Emulationsschalter: Mit einem Klick bereichert er das Signal mit Harmonischen für einen dichteren und bissigeren Klang, ideal um Vocals hervorzuheben, Bass zu festigen oder Drums mehr Gewicht zu verleihen.
Der Dynamikbereich ist bewusst umfassend: Einstellungen für Threshold, Ratio, Knee und Hüllkurvensteuerungen (Attack, Release, Hold) ermöglichen die Anpassung der Kompression an die Quelle, von transparenter Kontrolle bis zu kreativem "Pump". Die Modi Peak und RMS steuern das Verhalten: eher reaktiv auf Transienten oder sanfter und "mittelwertig" auf die Gesamtenergie, je nach Instrument und Stil.
Für erweitertes modernes Mixing bietet der X-ValveComp einen Sidechain-Eingang mit Filteroptionen und Monitoring, sehr praktisch um beispielsweise die Kick im Bass "zu öffnen", eine Resonanz durch ein bestimmtes Element zu dämpfen oder ein klares rhythmisches Gleichgewicht zu schaffen. Die interne Parallelkompression (Wet/Dry-Mix) erleichtert die Dosierung zwischen Durchschlagskraft und Natürlichkeit, während Make-up-Gain und der Auto-Gain-Modus helfen, Einstellungen ohne Lautstärkeunterschiede zu vergleichen.
Der Harrison Mastering EQ ist für mastering-typische Korrekturen und Betonungen konzipiert, mit einem ultra-treuen Klang, inspiriert von Harrison Digital-Konsolen. Seine Besonderheit liegt in einer Filterform, die große Anpassungen erlaubt und gleichzeitig ein natürliches harmonisches Gleichgewicht zwischen den Mix-Elementen bewahrt. Konkret bleiben bei der Arbeit mit zwei benachbarten Bändern die Kurven an den Rändern kontrolliert, was unerwünschte Peaks und Dips vermeidet und den Charakter von Vocals und Instrumenten erhält.
Mit 31 Bändern, die das gesamte hörbare Spektrum abdecken, können Sie einen überladenen unteren Mittenbereich verfeinern, Luft öffnen oder die Präsenz mit großer Feinfühligkeit neu ausrichten. Der Equalizer bietet zudem wahlbare Filterflanken (6 oder 12 dB/Okt), um den Tiefbass zu säubern oder die Höhen zu glätten, ohne den Mix zu verhärten.
Zur Entscheidungsfindung bietet der integrierte RTA-Analyzer einen "Graphik"-Modus, der das Spektrum mit 1/10-Oktaven-Präzision anzeigt, sowie einen "Lightning"-Modus, um schnell den mittleren Pegel pro Band zu visualisieren. Ergänzt durch Gesten und Shortcuts, die den Workflow beschleunigen, entsteht ein effizientes Tool, ideal für methodisches Finalisieren eines Mixes.