Der MixDream wurde entwickelt, um einer sehr aktuellen Studiorealität gerecht zu werden: "in der DAW" zu mischen und dabei die Dichte, Tiefe und das Raumgefühl eines analogen Busses zurückzugewinnen, ohne auf den Komfort der Automation verzichten zu müssen. Anstatt Pegel- und Panoramaregler an der Frontplatte vorzuschreiben, setzt SPL auf eine Architektur, die diese Parameter der DAW überlässt und die Addition der Signale sowie die Integration externer Bearbeitungen einer dedizierten analogen Elektronik anvertraut.
In diesem Sinne beschränkt sich der MixDream nicht nur auf das "Summieren": Er legt den Fokus auf einen entscheidenden Punkt beim Mixing, nämlich die Qualität und Einfachheit der Integration analoger Bearbeitungen während der Session. Diese Kette (Summierung + Inserts + Stereo-Bus) ermöglicht einen kohärenten hybriden Workflow, der dem einer Konsole nahekommt, aber an moderne Konvertierungsanforderungen angepasst ist.
Der MixDream richtet sich an Toningenieure, Produzenten und Studios, die den Mix-Bus auslagern und ihre analogen Prozessoren (Kompressoren, Equalizer, Saturationen, Multi-Effekte) nutzen möchten, dabei aber die Präzision der Bearbeitung, den Session Recall und die Automation einer DAW beibehalten wollen. Er eignet sich sowohl für Musikmixing (Pop, Rock, Electro, Hip-Hop) als auch für Projekte, die ein sehr stabiles Stereoabbild und eine feine Quellenlokalisierung erfordern.
Er kann auch in einem Mastering- oder Stereo-Bearbeitungsansatz eingesetzt werden und in Mehrkanal-Konfigurationen, mit der Möglichkeit, mehrere Geräte zu kaskadieren und so die Anzahl der Kanäle zu erweitern.
Der MixDream summiert bis zu 16 Spuren zu einem analogen Stereosignal, mit der Möglichkeit, durch Kaskadierung mehrere Geräte mehr Kanäle zu summieren. Jeder Eingang verfügt über eine Präsenz-LED und eine umschaltbare Insert-Schleife, die es erlaubt, eine externe Bearbeitung auf einem bestimmten Kanal einzufügen oder die Signalkette je nach Mix-Bedarf komplett clean zu halten.
Die Relaisumschaltung und optimierte Signalwege sorgen für eine zuverlässige Integration im Alltag, egal ob beim Tracking, der Produktion oder dem finalen Mix.
Die No-Mix-Funktion erlaubt es, einen Kanal aus dem Summierbus herauszunehmen, ihn aber über seinen Direct Output für eine erneute Aufnahme verfügbar zu halten. Praktisch ist dies ein sehr effektives Werkzeug, um eine Spur analog zu bearbeiten (z.B. Kompression) und sie dann zurück in die DAW zu schicken, um anschließend die Pegelautomation zu nutzen, ohne dass der Kompressor "nach" der Automation liegt. Diese Methode, oft "Bounce Back" genannt, wird so einfach und sauber geroutet umsetzbar.
Der MixDream hilft, die Anzahl der Konvertierungen bei einem hybriden Mix zu reduzieren, insbesondere wenn Inserts genutzt werden: Anstatt für jede Bearbeitung mehrfach A/D- und D/A-Wandlungen durchzuführen, wird analog im analogen Bereich verarbeitet und nur das summierte Signal bei Bedarf erneut konvertiert. Das Ergebnis ist ein direkterer Workflow und eine Kette, in der empfindliche Konvertierungen (insbesondere D/A) auf das notwendige Minimum beschränkt werden.
Zur weiteren Optimierung der Konverterkanäle ermöglicht ein Mono-Modus das Umschalten bestimmter Paare (1 und 2, 3 und 4, 5 und 6) in Mono, um zwei Signale für eine gruppierte A/D-Wandlung zusammenzufassen. Dieser Ansatz eignet sich besonders für oft zentrierte Elemente (Kick, Snare, Lead-Vocals, Bass) und trägt zu einer rationelleren Verwaltung der Konverterausgänge bei.
Die Stereo-Sektion stellt Werkzeuge zur Veredelung direkt am Mix-Bus bereit: einstellbarer Insert-Pegel, kontinuierliche Stereoexpansion zur feinen Verbreiterung des Stereoabbilds und ein einstellbarer analoger Peak-Limiter zur Kontrolle von Transienten. Die umschaltbaren Lundahl Ausgangstransformatoren bieten eine zusätzliche Wahlmöglichkeit für Charakter und Anpassung an die restliche Kette (Wandler, Monitoring, Recorder).
Über die DAW-Spuren hinaus erleichtert der MixDream den Anschluss externer Quellen (Sampler, Keyboards, Expander) und deren Integration in den analogen Mix über die Insert-Schleifen. Schließlich erlaubt die Architektur eine Erweiterung der Kanalzahl durch Kaskadierung und den Einsatz im Surround-Modus mit bis zu drei verbundenen Einheiten.