Die Lehle Stereo Volume gehört zu den Pedalen, die einen Klassiker des Pedalboards modernisieren: Anstelle eines verschleißanfälligen Potentiometers basiert sie auf einem magnetischen Sensor, der den von Edwin Hall entdeckten Hall-Effekt nutzt. Hier "reibt" das Kipp-Pedal keinen Bauteil ab, sondern bewegt einen integrierten Magneten, dessen Abstand präzise vom Hall-Sensor gemessen wird (in Deutschland gefertigt und auf den exakten Pedalweg kalibriert). Diese Information steuert anschließend eine Pegelregelung für ein flüssiges Spielgefühl und eine auf Dauer ausgelegte Zuverlässigkeit.
Die Lehle Stereo Volume richtet sich an Musiker, die ein stereo Volumenpedal suchen, das sowohl transparent als auch mechanisch einwandfrei ist: Gitarristen mit Stereo-Rig (zwei Verstärker, zwei Monitore oder Ausgang eines Stereo-Multi-Effekts), Bassisten, die Anschlag und Obertöne erhalten möchten, sowie Keyboarder und Nutzer stereoquellen (Synthesizer, Sampler).
Live wird sie zum expressiven Werkzeug für Swells, saubere Überblendungen, Pegelmanagement zwischen Songteilen oder feine Kontrolle eines Effektbusses. Im Studio und bei der Beschallung helfen die symmetrischen Ausgänge, sauber an Mischpulte, Audio-Interfaces oder FOH-Systeme anzuschließen, ohne Signalqualität einzubüßen.
Im Herzen der Lehle Stereo Volume ersetzt ein stereo Blackmer VCA (spannungsgesteuerter Verstärker) den mechanischen Potentiometer. Der Pegel variiert entsprechend der Spannung des Hall-Sensors, was eine präzisere Steuerung als bei Potentiometer- oder optischen Sensoren ermöglicht und typische Pot-Kratzgeräusche eliminiert. Ergebnis: ein nutzbarer, geräuschloser Regelweg mit sehr gleichmäßiger Ansprache, ideal zum Dosieren der Dynamik.
Das Pedal deckt einen Lautstärkebereich von -92 dB bis 0 dB ab, also vom quasi Stummschalten bis zur Einheitlautstärke. Intern wird die Versorgungsspannung gleichgerichtet, gefiltert, stabilisiert und auf 18 V verdoppelt: Diese Spannungsreserve verbessert die Pegelfestigkeit und trägt zu einer angegebenen Dynamik von 110 dB bei.
Mechanisch setzt Lehle auf reibungsgünstige Lager aus hochwertigem Polymer, um mechanische Übertragungen zu minimieren und eine sehr sanfte Bewegung zu gewährleisten. Eine Justierschraube erlaubt die präzise Einstellung des Pedalwiderstands, um von leichtem Spiel (schnelle Swells) bis zu festem Anschlag (ultrastabile Bühneneinstellungen) zu variieren.
Außerdem ist die Stereo Volume nicht nur ein Lautstärke-Expression-Pedal, sondern kann auch das Signal managen. Mit einem Mono-Eingang erlaubt die Split-Funktion die Verteilung auf zwei Ausgänge. Bei Stereo- oder Doppel-Mono-Versorgung ermöglicht die Summationsfunktion das Zusammenführen der Eingänge zu einem Mono-Ausgang, praktisch für Studio-Setups, Reamping oder Busse.
Ein gutes Volumenpedal muss sich unauffällig machen: Die Lehle Stereo Volume zielt genau auf maximale Transparenz. Über den gesamten Regelweg ist sie so konzipiert, dass sie das gesamte Frequenzspektrum des Instruments ohne "Verschleierung" oder Höhenverlust wiedergibt, dank konstanter Ein- und Ausgangsimpedanzen. Die Ansprache ist gleichmäßig und progressiv, was Swells sehr musikalisch macht und die Pegelkontrolle besonders zuverlässig, wenn man vom energischen Plektrumspiel zu nuanciertem Fingerspiel wechselt.