Mit der Walking on the Moon feiert Electro-Harmonix einen der unverkennbarsten Sounds der New Wave-Ära: diesen transparenten Flanger, der einem Chorus sehr nahekommt und maßgeblich zum Sound von The Police beigetragen hat. Die Idee ist nicht, den Klang übermäßig anzudicken, sondern Bewegung, Breite und diesen berühmten "Shimmer" hinzuzufügen, der den Eindruck erweckt, die Gitarre werde größer, eleganter und lebendiger. Dieses Pedal ist Teil des historischen Modulations-DNA von Electro-Harmonix mit einem klar musikalischen Ansatz: wenige Regler, aber ein riesiger Ausdrucksbereich.
Dieses Flanger-Pedal richtet sich sowohl an Anfänger (sofortige Einstellungen, schnelle Ergebnisse) als auch an erfahrene Musiker, die ein präzises Texturwerkzeug für Studio und Bühne suchen. Es glänzt bei Clean- und leicht angezerrten Sounds, wo die Modulation klar bleibt und den Anschlag der rechten Hand, Teilakkorde und Arpeggien hervorhebt. Stilistisch fühlt es sich natürlich in Pop, Rock, New Wave, Post-Punk, Funk und Indie wohl, wird aber auch im Ambient-Bereich bei langsamer Anwendung mit viel Raum (Reverb oder Delay nachgeschaltet) äußerst wirkungsvoll. Dank seines Einstellbereichs und seines analogen Charakters funktioniert es auch sehr gut mit Bass, um Dimension hinzuzufügen, ohne den Grundton zu verlieren.
Die Walking on the Moon geht direkt zum Punkt: Rate regelt die Modulationsgeschwindigkeit, von langsamen, seidigen Sweeps bis zu schnelleren Bewegungen, die an Vibrato grenzen. Range passt die Ausdehnung und den Sweep-Bereich an, insbesondere wie tief der Effekt in den Bassbereich reicht. Color bestimmt die Intensität und das Relief des Flangers, von einem dezenten Chorusing bis zu den typischen großen "Woosh"-Effekten. Das eigentliche Highlight ist der Filter Matrix Schalter: Er trennt die Modulation und "parkt" den Flanger auf einer festen Position, für sehr ausdrucksstarke statische Filtertexturen (ideal, um Resonanzpunkte, metallische Timbres oder Glockeneffekte je nach Einstellung von Range und Color zu erzeugen). Schließlich ermöglicht der dedizierte Dry-Ausgang die Trennung des direkten Signals vom modulierten Signal für kreativere Setups (Bi-Amp, Mixer, doppelte Effektkette), bei gleichzeitig einfacher Nutzung über den Hauptausgang.
Die Klangfarbe der Walking on the Moon ist vor allem schimmernd, offen und "flüssig": Man erhält leicht diesen Flanger, der mit Chorus flirtet, mit zusätzlicher Tiefe und nuancierterem Relief als eine rein "glatte" Modulation. Er reagiert gut auf das Spiel: Je präziser der Anschlag, desto detaillierter wirkt die Bewegung, und je leichter die Berührung, desto mehr verschmilzt der Effekt wie ein Halo im Klang. Bei sanften Einstellungen verleiht er elegante Breite für Ghost-Notes, Suspended Chords und Arpeggien; bei ausgeprägten Einstellungen liefert er einen dramatischeren Flanger mit luftiger und wirbelnder Charakteristik. Der Filter Matrix Modus öffnet eine andere Palette: ein fixer Klang, manchmal glockenartig, manchmal metallisch, perfekt, um ein Intro zu prägen, ein Riff ohne Bewegung anzudicken oder eine sehr persönliche "synthesizerartige" Textur zu schaffen. Dieser Effekt ist mit dem Spiel und den Sounds von Andy Summers verbunden.