Als Signature-Pedal von Mateus Asato konzipiert, wurde das Jackson Audio Asabi entwickelt, um ein breites Spektrum abzudecken: von ausdrucksstarkem Crunch bis zu kraftvoller Sättigung, ohne Musikalität oder Präzision zu verlieren. Sein Name "Asabi" bedeutet eine "ungewöhnliche Geburt" und spiegelt die Intention hinter diesem Modell wider: ein Gain-Pedal anzubieten, das aus dem gewohnten Rahmen fällt.
Das markanteste Merkmal ist seine Architektur mit analogen Sättigungs-Modulen. Die Idee ist nicht, Sounds per Software zu installieren, sondern den Sättigungskreis durch ein anderes Modul zu ersetzen (vollständige analoge Bauteile: Operationsverstärker, Transistoren, Dioden, Widerstände, Kondensatoren). Das Ergebnis: Das Pedal kann sich mit Ihrem Rig und Ihren Vorlieben weiterentwickeln, während es das Spielgefühl und die Ansprache eines echten analogen Drives bewahrt.
Das Asabi richtet sich an Gitarristen, die ein zentrales Drive-Pedal auf dem Pedalboard wollen: eine kohärente Klangbasis, die von subtilen Overdrives bis zu ausgeprägten Distortion-Sounds wechseln kann und sich schnell an Gitarre, Verstärker oder Raum anpasst. Es eignet sich sowohl für fortgeschrittene Musiker als auch für anspruchsvolle Spieler dank präziser Einstellungen und einer Steuerungslogik, die für das reale Spiel gedacht ist.
Stilistisch glänzt es im modernen Blues, Rock, Hard Rock und aktuellen High Gain-Bereichen, bleibt aber auch in "Clean Push"-Kontexten für Pop, Funk oder Worship einsetzbar. Im Studio hilft der aktive Equalizer, die Gitarre im Mix zu platzieren; live ermöglichen die Dioden-Voicings und MIDI schnelle Klangwechsel, ohne mehrere Pedale zu benötigen.
Das Jackson Audio Asabi kombiniert einen Distortion-Kanal und einen Overdrive-Kanal. Das serienmäßig gelieferte Modul ist ein Modern High Gain: ein High-Gain-Clipping inspiriert vom Marshall JCM800, mit offenem, bissigem und sehr "spaßigem" Charakter, von 80er Hard Rock bis zu dichteren, modernen Sättigungen.
Jeder Kanal bietet 4 Clipping-Presets pro Diode, aktivierbar durch langes Drücken. Bei der Distortion gibt es u.a. einen "Guv'nor Style"-Modus mit LEDs (dynamischer und weniger komprimiert), einen "808 Style"-Siliziummodus (typische Kompression und Körnung) und zwei High-Gain-Varianten mit asymmetrischem oder symmetrischem Clipping zur Feinabstimmung von Attack, Dichte und harmonischer Komplexität. Beim Overdrive ist die Philosophie ähnlich: ein "Classic Screamer"-Modus, offenere Clipping-Optionen im Vintage-Marshall-Stil sowie symmetrische oder asymmetrische Modi zur Anpassung von Biss und Kontur.
Eine dedizierte Schaltung harmonisiert den Ausgangspegel entsprechend dem gewählten Clipping: Sie können das Voicing wechseln, ohne dass die Lautstärke "springt", was live und für sauberes Gain-Staging an bereits angezerrten Verstärkern wertvoll ist.
Die Gain Cycle-Funktion fügt eine echte Performance-Logik hinzu: Sie nimmt die Position des Gain-Potis (das den maximalen Gain festlegt) und teilt sie in vier Stufen. Durch gleichzeitiges Drücken beider Fußschalter blättern Sie stufenweise bis zum Maximum und zurück zur ersten Stufe. Die Drive-LED ändert ihre Intensität je nach gewählter Stufe, praktisch zur schnellen Statusanzeige.
Schließlich verfügt die Distortion über einen aktiven 3-Band-Equalizer in Studioqualität, inspiriert von einem Baxandall-Design und auf Gitarrenbedürfnisse angepasst. Er ist ein kraftvolles Werkzeug, um Bässe zu formen, Mitten zu positionieren und Höhen je nach Verstärker, Gitarre oder Mixplatz zu öffnen oder zu zähmen.
Für fortgeschrittene Rigs integriert das Asabi MIDI-Funktionalitäten, mit denen Clipping-Presets, Gain Cycle, Equalizer sowie das Ein- und Ausschalten der Overdrive- und Distortion-Kanäle gesteuert werden können.
Das Asabi zeichnet sich durch eine selten vereinte Kombination aus Reaktivität und Kontrolle in einem einzigen Gain-Pedal aus. Der Overdrive-Kanal zielt auf Transparenz ab: eine als linear beschriebene Ansprache ohne ausgeprägte Mittenbetonung, um Ihren Verstärker anzutreiben oder einen Clean-Sound zu verdicken, ohne den Charakter der Gitarre zu verändern. Er reagiert sehr gut auf Nuancen der rechten Hand und das Gitarren-Volumen, ideal für den Übergang vom Edge-of-Breakup zu einem singenden Drive.
Der vom JCM800 inspirierte Distortion-Kanal liefert ein offenes, knackiges und artikuliertes Klangbild mit ausreichend Reserven für solide Rhythmen und durchsetzungsfähige Leads. Die verschiedenen Clipping-Typen (symmetrisch oder asymmetrisch, Silizium oder LED) ermöglichen eine Bandbreite von stärker komprimierter, fokussierter Sättigung bis zu dynamischem, luftigem Drive. In Kombination mit dem aktiven 3-Band-EQ kann das Asabi von einem straffen, modernen Sound zu einem vintage Rock-Ton wechseln, bleibt dabei aber stets klar und musikalisch.