Die Broken Arrow folgt der großen Tradition der "Soft Clipping" Overdrives, die den Erfolg der TS-808 ausmachen: eine progressive, musikalische Sättigung, die sehr gut über die Lautstärke der Gitarre kontrollierbar ist. Wo sie sich abhebt, ist ihre flache und neutrale Philosophie bei mittleren Einstellungen: kein vorgegebener Mittenbuckel, da der aktive EQ es ermöglicht, dieses Verhalten nach Wunsch zu erzeugen oder zu vermeiden. Zur Ergänzung integriert Jackson Audio einen MOSFET-Boost aus derselben Familie wie der Prism-Preamp, konzipiert, um einen Verstärker, ein anderes Pedal oder die Drive-Sektion der Broken Arrow mit einem "amp-ähnlicheren" Charakter anzutreiben.
Die Broken Arrow richtet sich an Gitarristen, die eine Referenz-Overdrive suchen, die mehrere "klassische" Pedale auf einem Pedalboard abdecken kann. Dank ihrer Clipping-Presets und des aktiven EQs deckt sie mühelos Blues und Rock ebenso ab wie Pop, Indie und modernere Bereiche, in denen mehrere Gain-Stufen (Drive + Boost + bereits crunchiger Amp) gestapelt werden.
Im Live-Einsatz ermöglichen die Fußfunktionen (Presets, Gain Cycle), die gleiche Grundeinstellung beizubehalten und dennoch die Textur und die Sättigungsmenge zu verändern, ohne an den Potis drehen zu müssen. Im Studio hilft der Baxandall-EQ, die Gitarre im Mix zu platzieren: mehr Mitten zum Hervorheben, weniger Höhen zur Zähmung eines brillanten Sounds oder festere Bässe zum Verdicken eines Rhythmus.
Die Broken Arrow kombiniert eine Drive-Sektion und eine Boost-Sektion, die von zwei Fußschaltern gesteuert werden. Jede Sektion bietet 4 Presets, die per langem Druck abrufbar sind, um das "Voicing" zu wechseln, ohne die Grundeinstellungen zu verändern. Ein internes Schaltkreis harmonisiert den Ausgangspegel je nach gewähltem Clipping-Preset, um eine konstante Lautstärke beim Umschalten zu gewährleisten.
Die Gain Cycle -Funktion verwandelt Ihren Gain-Regler in eine "Obergrenze": Das Pedal teilt diesen Maximalwert in 4 Stufen (25%, 50%, 75%, 100%). Ein gleichzeitiger Druck auf beide Fußschalter schaltet diese Stufen durch, und die Drive-LED ändert ihre Helligkeit zur Anzeige des gewählten Levels.
Beim Boost verwendet die Broken Arrow einen MOSFET-Transistor, optimiert für geräuschloses Potentiometer-Drehen. Ein interner Schalter erlaubt die Wahl zwischen einem Standard-Boost (gleicher Klang, geräuschlos) und einer alternativen Version mit etwas mehr Gain, die beim Drehen Knackgeräusche verursachen kann. Das Pedal verfügt außerdem über MIDI (via Control Change) zur Aktivierung/Deaktivierung von Drive und Boost, Auswahl der Clipping-Dioden, Steuerung des Gain Cycle und Änderung des Boost-EQs - ein echter Vorteil für Setups mit Switchern, MIDI-Loopern oder kompakten Racks.
Bei "12-Uhr"-Einstellungen zielt die Broken Arrow auf eine ausgewogene und relativ flache Antwort ab: ideal, um die Persönlichkeit Ihrer Gitarre und Ihres Verstärkers zu respektieren und dann präzise mit dem aktiven EQ zu formen. Die Dynamik ist eine ihrer Stärken: Je nach Clipping-Modus reicht die Kompression von einem sehr kontrollierten "Screamer"-Charakter bis zu offeneren, nervöseren und "amp"-ähnlicheren Texturen. Der MOSFET-Boost kann als Clean Boost oder als "Driver" dienen, um die nächste Stufe (Drive, andere Overdrive, Amp-Eingang) stärker anzutreiben, mit vier EQ-Profilen, die deutlich beeinflussen, wie das Signal die restliche Kette "antreibt".