Die Swiss Things ist kein Effektpedal im Sinne von "Klangfarbe", sondern ein Routing-Werkzeug, das Komfort, Zuverlässigkeit und Signalqualität verbessert. Die Idee ist einfach: Alles an einem Ort zu bündeln, was ein Pedalboard oft kompliziert macht (Effekt-Loops, Amp-Auswahl, Stimmgerät, Boost, Volume), um eine sauberere, schneller nutzbare und leichter zu wartende Installation zu erhalten. Sie wird natürlich in einer Ecke des Pedalboards platziert, wie eine hochwertige Junction-Box, um Ein- und Ausgänge zu zentralisieren und unnötige Kabellängen zu reduzieren.
Sie richtet sich sowohl an Gitarristen, die ein "Plug and Play"-Pedalboard wollen, als auch an Bühnenmusiker, die eine zuverlässige Fußsteuerung benötigen. Wenn Sie Rock, Blues, Pop, Indie, Metal oder Ambient spielen, profitieren Sie vor allem von besserer Organisation: komplette Effektsektionen aktivieren/umgehen, ein Live-Set managen, zwischen Verstärkern wechseln oder ein Stimmgerät speisen, ohne das Hauptsignal zu stören.
Die Swiss Things ist besonders relevant im Studio (schnelles Routing, reproduzierbare Setups) und auf einem Pedalboard von mittlerem bis professionellem Niveau, wenn die Anzahl der Pedale und Kabel das Signal instabil macht oder wenn man "Überraschungen" (Rauschen, Höhenverlust, Pegeländerungen) vermeiden möchte.
Im Herzen der Swiss Things befinden sich zwei Effekt-Loops, die per Fußschalter gesteuert werden. Loop 1 ist unpuffered und für Pedale gedacht, die einen möglichst direkten Signalweg bevorzugen (Overdrive, Distortion, Fuzz und andere buffer-empfindliche Pedale). Loop 2 ist gepuffert und ideal für zeitbasierte und Modulationseffekte (Delay, Reverb, Chorus, Phaser etc.), um Definition und Pegel am Ende der Kette zu erhalten. Praktisches Feature: Wenn nichts in Loop 2 eingesteckt ist, kann sie als Dämpfung dienen.
Die Boost-Sektion liefert bis zu 20 dB sauberen Gain, nach den Loops: perfekt als Ausgangsboost, für Soli oder um den Eingang eines Verstärkers stärker anzusteuern, ohne den Klang Ihrer "Dirt"-Pedale zu verändern.
Für Setups mit einem oder zwei Verstärkern integriert die Swiss Things ein AB/Y: Auswahl A oder B oder beide gleichzeitig. Der Ausgang B ist transformatorisoliert und verfügt über einen Phasenumkehrschalter, ein großer Vorteil, wenn man Geräte stapelt (und somit Brummen oder Phasenprobleme zwischen Verstärkern vermeiden möchte).
Bei der Verkabelung ist alles darauf ausgelegt, das Pedalboard zu zentralisieren: Instrumenteneingang, Send/Return für jeden Loop, gepufferter Stimmgerät-Ausgang (für ein dauerhaft aktives Stimmgerät), Volume EXP zur Nutzung eines Expression-Pedals als Lautstärkeregler ohne den oft bei Volumenpedalen auftretenden "Tone-Suck"-Effekt. Dieser Ausgang liegt nach der Verzerrungsschleife (Loop 1), sodass die Lautstärke angepasst werden kann, ohne den Gain zu verändern.
Die Swiss Things verfolgt eine transparente Philosophie: Sie will nicht färben, sondern bewahren. Dank ihres Buffer-Managements (Stimmgerät und Ausgang), hohem Headroom und echten Bypass-Wegen in den Loops hilft sie, einen klaren Anschlag, stabile Höhen und eine gleichmäßigere Dynamik zu erhalten - selbst bei einem vollgepackten Pedalboard. Das erwartete Ergebnis ist weniger ein "EarthQuaker-Sound" als Ihr Sound, sauberer, besser geroutet und auf der Bühne leichter kontrollierbar.