Mit dem KM 185 verankert Neumann die Serie 180 in einer klaren Philosophie: das akustische Ereignis so einzufangen, wie es ist, ohne eine künstliche "Signatur" hinzuzufügen. Während einige Mikrofone die Quelle bewusst modernisieren, setzt das KM 185 auf eine gerade, nachvollziehbare und kohärente Wiedergabe, die besonders wertvoll ist, wenn mehrere Aufnahmen (Overheads, Stereo-Paare, Ensembles, Sektionen) kombiniert werden oder ein präzises Klangbild gewünscht ist.
Sein Hauptvorteil liegt in einer stabilen hypernierenförmigen Richtcharakteristik über das gesamte Spektrum: Die Rückseitenunterdrückung bleibt auch im Bassbereich sehr effektiv, was hilft, eine Schallquelle zu isolieren, ohne dass der Klang instabil wird, wenn sich der Musiker leicht bewegt. So profitiert man von einer kontrollierteren Abnahme bei gleichzeitiger Erhaltung von Luftigkeit und Realismus.
Dieses paarweise abgestimmte KM 185 richtet sich an Toningenieure, anspruchsvolle Heimstudioanwender und Bühnen-Techniker, die ein hypernierenförmiges Kleinmembranmikrofon suchen, das alles kann: präzise Nahabnahme, kohärentes Stereo-Paar, Instrumentenverstärkung auf der Bühne oder kontrollierte Raumklangaufnahme.
Im Studio glänzt das KM 185 bei akustischen Instrumenten (Klavier, akustische Gitarre, Streicher, Bläser, Schlagzeug) dank seiner Transparenz und schnellen Ansprache. Am Schlagzeug macht seine Rückseitenunterdrückung bei 120 Grad es zum idealen Partner für schwierige Situationen, zum Beispiel bei der Snare mit effektivem Kontrollieren von Hi-Hat-Übersprechungen. Bei Gesang, auch wenn es nicht speziell als "Gesangsmikrofon" ausgelegt ist, eignet es sich hervorragend für klassischen Gesang oder jede Aufnahme, bei der Authentizität vor Effekten steht.
Das KM 185 ist darauf ausgelegt, musikalisch zu bleiben, sobald man aus der Achse kommt. Konkret bedeutet das eine bessere Klangkohärenz bei Mehrmikrofonaufnahmen, stabileres Stereo und weniger unangenehme Überraschungen, wenn sich die Schallquelle leicht bewegt. Für den Live-Einsatz führt diese Stabilität zu besserer Kontrolle von Übersprechungen und einfacherer Platzierung auf einer voll besetzten Bühne.
Seine Frequenzantwort wird als weich und linear beschrieben, mit einer leichten Anhebung um 10 kHz: eine sinnvolle Wahl, um Anschläge (gezupfte Saiten, Schlägel, Becken) zu definieren und die Verständlichkeit zu verbessern, ohne in aggressive Höhen abzurutschen. Das Ergebnis: Ein Mikrofon, das den Klang "öffnet" und dennoch treu bleibt, was das Mischen erleichtert und den Korrekturbedarf reduziert.
Der transformatorlose Kopfhörerverstärker steht für einen modernen Elektronikansatz mit Fokus auf Klangtreue: großer Dynamikbereich, niedriges Eigenrauschen und hervorragende Fähigkeit, sehr laute Quellen verzerrungsfrei zu verarbeiten. Kombiniert mit einem Ausgang mit niedriger Impedanz ergibt sich ein Mikrofon, das für komplexe Setups gerüstet ist, auch mit langen Kabeln im Studio, Regieraum oder auf der Bühne.