Komplette software
D16 Toraverb 2 ist ein Reverb-Plugin, das Ihre Quellen in einem glaubwürdigen oder völlig stilisierten Raum platziert, ohne sich auf klassische Kategorien (Room, Hall, Plate, Spring) zu beschränken. Es eignet sich sowohl für Mixing als auch Sounddesign: Tiefenverleihung bei Vocals, Schaffung filmischer Atmosphären, kurze Räume zur Verstärkung eines Schlagzeugs oder große modulierte Flächen für elektronische Texturen. Eingesetzt als Insert für einen ausgeprägten Effekt oder als Send-Bus für einen kohärenten Mix bietet es einen sauberen, dichten Reverb, der sich leicht in moderne Produktionen integrieren lässt.
Im Kern von Toraverb 2 befindet sich ein personalisiertes Diffusionsnetzwerk, optimiert zur Minimierung unerwünschter Effekte wie Flutter Echo. Das Ergebnis ist ein gleichmäßigerer, "seidiger" Reverb, der besonders tolerant gegenüber extremen Einstellungen ist. Das Ziel ist klar: Eine ästhetische Wiedergabe zu bewahren, egal wie die Parameter gesetzt sind, um schnell von der Idee zum Ergebnis zu gelangen.
Das Mischen von frühen Reflexionen (Early) und Nachhallfahne (Late) beschränkt sich nicht auf ein einfaches Überblenden: Toraverb 2 bietet Steuerungen in den Bereichen L/R und Mid/Side. Dieser Ansatz eröffnet sehr konkrete Möglichkeiten im Mix: Eine Reverb-Basis zentrieren, um die Wirkung zu erhalten, nur die Nachhallfahnen verbreitern, um an Umfang zu gewinnen, oder "retro"-artige Platzierungen durch Balance und Räumlichkeit erzeugen.
Die Modulation beeinflusst direkt das Diffusionsnetzwerk und das Bewegungsempfinden im Reverb. Von einem leichten Flattern, das digitale Steifheit vermeidet, bis zu stärkerer Modulation für organische Effekte, ermöglicht sie die Veränderung des Charakters der Nachhallfahne. Die Dosierung kann separat für Early- und Late-Reflexionen gesteuert werden, um einen lebendigen Reverb zu erzeugen, ohne die Verständlichkeit des Originalsignals zu überdecken.
Zur Verstärkung des Tiefen- und Lokalisationsgefühls integriert Toraverb 2 einen Algorithmus für räumliche Reflexionen mit Cross-Talk. Praktisch wird ein Teil der Stereo-Reflexionen zwischen den Kanälen "geteilt", wie beim realen Hören, wo ein reflektierter Klang von beiden Ohren wahrgenommen wird. Dies verleiht zusätzliche Plastizität und ein natürlicheres Raumgefühl, besonders nützlich bei Mono-Quellen.
Zwei unabhängige parametrische EQs (je einer pro Reflexionsmotor) erleichtern das Voicing des Reverbs: Tiefen entfernen, um Aufdickungen zu vermeiden, einen Mitteltonbereich betonen, um Atmosphäre hervorzuheben, oder Höhen glätten für eine sanftere Nachhallfahne. Der integrierte Ducker reduziert automatisch das Reverb-Level, wenn das trockene Signal präsent ist, und lässt den Effekt in den Pausen wieder ansteigen - eine schnelle Lösung, um einen großzügigen Reverb zu behalten, ohne den Attack zu überdecken (Vocals, Snare, Leads etc.).