Der Reference Gold reiht sich in die Reihe der MANLEY REFERENCE Mikrofone ein, die als Studiostandards konzipiert sind, wenn das Ziel klar ist: eine Quelle so einzufangen, wie sie ist, ohne Kompromisse bei Definition, Offenheit und räumlicher Wahrnehmung. Die Manley-Philosophie zeigt sich überall, von der großformatigen Kapsel mit extrem präziser Fertigung bis hin zur Wahl eines robusten und musikalischen hausinternen Übertragers. Diese Version hebt auch eine wichtige Weiterentwicklung in der Elektronik hervor: der Wechsel zur 12AT7 (nach früheren Versionen mit 6072A und 12AX7), um High-End-Leistung zu erhalten und gleichzeitig Wartung und Röhrenwechsel zu vereinfachen.
Dieses statische Röhrenmikrofon richtet sich an Studios, die eine erstklassige Aufnahme von Lead- und Background-Gesang, gesprochenen Stimmen sowie anspruchsvollen akustischen Quellen (Klavier, Streicher, Gitarren, Bläser) und bestimmten Raumaufnahmen wünschen. Die stufenlos variable Richtcharakteristik erlaubt eine präzise Anpassung des Mikrofonverhaltens an den Raum und die künstlerische Intention: mehr Luft und Natürlichkeit im Omni-Modus, mehr Fokus in der Niere oder erweiterte Abweisung im Achter-Modus (nützlich bei Duetten gegenüberliegend, Mid-Side-Technik oder zur Reflexionskontrolle). Zudem ist es ein hervorragendes Werkzeug, um den Nahbesprechungseffekt zu formen und genau die gewünschte Dichte im unteren Mittenbereich zu erzielen, ohne sich in festen Richtcharakteristiken eingeschlossen zu fühlen.
Die Manley Großmembrankapsel (32 mm Außendurchmesser, 26 mm Membran) besteht aus Ringen und Rückplatten, die aus einem massiven Kupferblock gefräst sind. Die Goldfolie der Membran stammt aus Deutschland, und die Spannung wird nach Techniken von David Josephson erzeugt, die eine hohe Fertigungshomogenität gewährleisten. Hörbar resultiert daraus eine lebendige, "offene" Ansprache und eine elegante, erweiterte Wiedergabe der höchsten Frequenzen ohne künstliche Härte.
Manley hat sich für ein Edelstahlgitter mit weitem Maschenbild an der Kapselfensteröffnung entschieden, um die hohen Frequenzen mit minimaler Behinderung passieren zu lassen. Die Idee ist klar: die Integrität des Signals bewahren und dem Toningenieur die Wahl des Pop-Filters (oder dessen Intensität) je nach Künstler, Abstand und Stil überlassen. Das Ergebnis ist ein akustisches Gefühl von Sanftheit im tiefsten Bass wie im höchsten Hochton, mit einer natürlichen Detailwiedergabe statt Überbetonung.
Die Schaltung basiert auf zwei in Kaskade geschalteten Trioden zur Verstärkung, mit einer Doppeltriode 12AT7 auf Keramikfassung. Der Ausgang wird symmetrisch über einen großen Manley Übertrager in einem Metallgehäuse mit Nickellegierungskern und doppelt bifilar gewickelter "hum bucking" Spule geführt. Diese Architektur trägt zur Stabilität, Ausgangspegel und einer hoch kontrollierten Klangsignatur bei, ideal für hochwertige Vorverstärker- und Wandlerketten.
Das Mikrofon ist um einen aus einem Kupferblock gefrästen Körper gebaut, der bemerkenswerte Isoliereigenschaften bietet. Das gesamte Innenleben kann für Reparaturen aus dem Gehäuse entnommen werden, ohne das Mikrofon von der Aufhängung lösen zu müssen. Das mitgelieferte Zubehör umfasst eine präzise Aufhängung (Kapsel montiert auf einer stoßdämpfenden Neopren-Gummi-Einheit), eine drehbare Befestigung mit T-Griff und werkzeuglosem, stufenlosem Festziehen, einen echten Lederkapselschutz sowie einen äußerst robusten Transportkoffer mit Verschluss.