Komplette software
u-he Twangstrom ist ein Effekt-Plug-in, das entwickelt wurde, um das Verhalten einer Federhall (spring reverb) nachzubilden und kreativ zu verfremden. Es eignet sich sowohl dazu, einer Gitarre, einer Orgel, einem Rhodes oder einer Snare einen vintage Tiefenklang zu verleihen, als auch moderne Quellen (Synthesizer, Stimmen, Drums, FX) in instabile, brillante, metallische oder sogar experimentelle Ambiences zu verwandeln. Dank seiner Modulationsmodule und seines resonanten Filters glänzt Twangstrom in Produktionen, in denen Bewegung und Persönlichkeit gefragt sind: Rock, Dub, Psychedelic, Electro, Ambient, Sounddesign, Filmmusik.
Im Gegensatz zu einer Faltungshall-Emulation (IR), die ein festes Ergebnis reproduziert, basiert Twangstrom auf physikalischer Modellierung: Es simuliert den Weg der Schallwelle in einem mechanischen System mit seinen Anregungs-, Reflexions-, Streuungs- und Interferenzphänomenen. Das Ergebnis ist ein organischerer Hall mit einer feinen Reaktion auf das Eingangssignal. Um den unbändigen Charakter einer echten Feder zu erhalten, ermöglicht der Parameter Twang das "Schütteln" der Mechanik - manuell, per Automation oder Modulation - um Mikro-Unregelmäßigkeiten hinzuzufügen und den Klang "atmen" zu lassen.
Das Plug-in bietet 3 Hall-Tanks, die von klassischen Modellen inspiriert sind, wie man sie in legendären Gitarren- und Instrumentenverstärkern findet. Zur Klangformung fügt Twangstrom eine Drive- und Tone-Sektion hinzu: ideal, um eine Quelle anzudicken, den Hallfahne zu verschmutzen, den Anschlag zu betonen oder im Gegenteil die Höhen zu mildern. Ein hervorragendes Mittel, um den Hall im Mix zu integrieren, ohne den Charakter zu verlieren.
Twangstrom enthält einen resonanten Multimode-Filter mit variablem Blend, perfekt, um von einem hellen Hall zu einer dunkleren Atmosphäre zu wechseln oder typische Synthesizer-Sweeps zu erzeugen. Zur Animation steht eine Modulationsmatrix mit 3 vielseitigen Slots zur Verfügung, die sogar die Steuerung des "Shake" (Twang) ansteuern kann, um sich entwickelnde Texturen, subtile Oszillationen oder chaotischere Bewegungen zu erzeugen.
Die Hüllkurve bietet 4 Modi (Envelope Follower, Attack/Decay, Attack/Release, Cyclic) und kann Eingang, Ausgang oder einen externen Sidechain analysieren, um dynamische Effekte auszulösen: Hall, der bei der Snare öffnet, Zittern, das von der Stimme gesteuert wird, Resonanzen, die der Basslinie folgen usw. Der LFO bietet verschiedene Zeitbasen, darunter einen nicht synchronisierten Modus in Sekunden sowie synchronisierte Optionen mit punktierten Noten und Triolen. Mit 8 Wellenformen (darunter stufen- oder gleitendes Zufallssignal) lassen sich rhythmische oder organische Modulationen leicht realisieren.