Inspiriert vom Vorverstärker-Schaltkreis der Peavey Session/LTD 400 Verstärker (Baujahr 1974), verfolgt dieses Pedal ein Ziel: den Charakter eines legendären Vorverstärkers unter den Fuß zu bringen, insbesondere für kraftvolle Cleansounds, klare Attacken und Instrumente mit hoher Dynamikanforderung. Es folgt dem "Plattform"-Gedanken: ein solides Fundament, das sowohl mit einer Gitarre als auch einer Pedal Steel harmoniert und sich leicht mit Modulationseffekten, Delay oder Reverb in der Signalkette kombinieren lässt.
Das Peavey Session 400 richtet sich an Gitarristen und Pedal Steel Spieler, die einen realistischen Vorverstärker-Touch wünschen, der vom Hi-Fi-Clean bis zum kontrollierten Crunch je nach Eingangssignal reicht. Es fühlt sich besonders wohl in Country, Blues, Rock und allen Genres, in denen die Definition der Noten, ein stabiler Bassbereich und die Klarheit der Akkorde Priorität haben. Im Studio dient es als direkter Vorverstärker zur Klangformung vor der Aufnahme; live wird es zur zuverlässigen Basis, um einen Amp, eine Endstufe oder eine PA-Kette über einen Lautsprechersimulator anzusteuern.
Der Eingangs-Volume regelt das an den Schaltkreis gesendete Signalniveau: ein Schlüsselpunkt, um das Pedal an Single-Coils, Humbucker oder eine sehr dynamische Pedal Steel anzupassen. Der 3-Band-EQ (Low, Mid, High) deckt die wesentliche Klangformung ab, während der Mid Shift Schalter den Mittenbereich verschiebt, um den "nasalen" Effekt zu vermeiden oder die Präsenz eines Solos im Mix hervorzuheben. Die unabhängige Presence-Regelung wirkt als Feinschliff: mehr Biss und Klarheit im Attack, ohne den Gesamtklang zu verhärten. Für die Bühne ist der mechanische Bypass mit einer Anti-Klick-Schaltung kombiniert, um saubere Preset-Wechsel selbst zwischen zwei Takten zu gewährleisten.
Man findet einen Vorverstärker mit festem, artikuliertem und sehr klar verständlichem Charakter, mit einem stabilen Bass, präzise einstellbaren Mitten und Höhen, die entweder seidig bleiben oder durch die Presence schärfer werden können. Die Dynamik ist eine Stärke: die Wiedergabe folgt der rechten Hand und hebt die Spielnuancen hervor, was sowohl für Fingerpicking-Phrasen als auch offene Akkorde geeignet ist. Als Herzstück eines Pedalboards bringt es eine konsistente "Amp"-Farbe und eine ideale Basis, um Overdrive, Delay und Reverb zu stapeln, ohne die Definition zu verlieren.